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Klinik für Allgemeinpsychiatrie 1

Die Klinik für Allgemeinpsychiatrie 1 besteht aus vier bettenführenden Stationen, dem Modellprojekt Supported Employment im Landkreis Konstanz und der Früherkennungssprechstunde.

Aufnahmestationen sind erste Anlaufstellen für Patient*innen, die wegen akuter psychischer Krisen im Rahmen von Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis eine stationäre psychiatrische Behandlung benötigen. Häufig führen akute psychotische Zustände, emotionale Krisen oder schwierige Lebensumstände zur Aufnahme.
Krisen sind geprägt durch negative Gefühle wie Angst, Scham, Aggressivität, depressive Verstimmung oder Suizidalität. Diese Begleiterscheinungen der Erkrankung erschweren den Betroffenen und ihren Angehörigen den Zugang zur fachlich psychiatrischen Behandlung.

Durch eine intensive persönliche, Rund-um-die-Uhr-Betreuung neben der pharmakologischen Akutintervention und evtl. nötige Sicherungsmaßnahmen, versucht das multiprofessionelle Behandlungsteam Krisensituationen mit den Betroffenen zu bewältigen und ein individuelles Krankheitsverständnis und Konzept zu erarbeiten.

Je schwerer eine psychiatrische Erkrankung ist, desto mehr ist in der Regel auch die Urteils- und Einsichtsfähigkeit des*der Betroffenen eingeschränkt. Im Hinblick auf die damit verbundenen Gefahrenmomente kann bei schweren psychischen Krisen manchmal auch eine Krankenhausbehandlung gegen den Willen des*der Betroffenen notwendig werden.
Für die Erhebung der notwendigen Informationen über die Vorgeschichte und die Lebensumstände der Patient*innen sind wir auf die Mitarbeit der Angehörigen und Betreuungspersonen angewiesen.

Im Anschluss an die akute Krisensituation wird vom Behandlungsteam (Ärzt*innen, Psycholog*innen, Pflegekräfte, Sozialarbeiter*innen/ Sozialpädagog*innen, Ergotherapeut*innen) unter Einbeziehung der Betroffenen und ihrer Angehörigen ein individueller Therapieplan formuliert und im weiteren Verlauf überprüft und realisiert. Er schließt auch die Vorbereitung auf eine längerfristige Behandlung ein auf einer Spezialstation oder auf die Entlassung in eine ambulante Behandlung in der psychiatrischen Institutsambulanz oder durch niedergelassene Ärzt*innen.

Angebote für Angehörige

Neben den Familiengesprächen mit dem Bezugstherapeuten des Patient*in bietet die Station 33 für die Angehörigen der Patient*innen, egal ob diese gerade bei uns in Behandlung sind oder es in der Vergangenheit waren oder in der Zukunft (vielleicht) sein werden, einmal in der Woche die Angehörigengruppe an (mittwochs 15:00 – 16:30; jeden ersten Mittwoch im Monat 18:00 – 19:30). Dabei können die Angehörigen unter der Leitung erfahrener Ärzt*innen ihre Fragen zu Erkrankung und Behandlung sowie die aktuellen Probleme diskutieren, die sich z.B. aus dem Zusammenleben mit einem/einer Patient*in ergeben, und im gegenseitigen Erfahrungsaustausch Antworten und Lösungsmöglichkeiten finden.