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Stationsäquivalente Behandlung

Die stationsäquivalente Behandlung (kurz: StäB) findet als akutpsychiatrische Behandlung im häuslichen Umfeld des Patienten statt. StäB ist – wie der Name sagt – gleichwertig zu einer stationären Behandlung. Im häuslichen Umfeld erfolgt die Betreuung der/des Betroffenen durch ein multiprofessionelles Team unter der Leitung eines Facharztes für Psychiatrie und Psychotherapie: Neben der personell größten Gruppe der Pflegefachpersonen setzt sich das Team aus Ergotherapeutinnen, Bewegungstherapeuten, Sozialarbeiterinnen und einer psychologischen Psychotherapeutin zusammen. Die Behandlung folgt den gültigen Leitlinien und Empfehlungen der Fachgesellschaften.

Es werden derzeit Betroffene mit allgemeinpsychiatrischen Störungen (z.B. schizophrene Psychosen, affektive Störungen, Angststörungen) und einer Alkoholabhängigkeit behandelt, die im Bereich Konstanz, Reichenau, Allensbach, Radolfzell und Stockach wohnen.

Um StäB durchführen zu können, müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein: U.a. müssen neben der/dem Betroffenen selbst alle volljährigen Personen, die mit ihr/ihm zusammenleben, einverstanden sein, die Versorgung der/des Betroffenen muss sichergestellt sein, und es muss die Möglichkeit gegeben sein, ungestört ein Vier-Augen-Gespräch führen zu können. Akute Eigen- und manifeste Fremdgefährdung schließen eine StäB aus. Zu Beginn der StäB werden genaue Absprachen hinsichtlich der Konsequenzen bei möglichem Suchtmittelkonsum während der Behandlung getroffen, um Klarheit zu schaffen.

Die Anmeldung erfolgt über das Aufnahmemanagement (07531 977-8700). Der zuständige Oberarzt wird die/den Betroffenen dann kontaktieren, um das weitere Vorgehen direkt abzusprechen.