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Forensische Pflegediagnosen

Im Jahr 2011 wurden von der Projektgruppe im ZfP Reichenau nach rund dreijähriger Entwicklungs- und Erprobungszeit 24 forensische Pflegediagnosen fertig gestellt. Spezifisch forensische Pflegediagnosen gab es bislang nicht, und deshalb handelt es sich bei dieser Initiative um einen im deutschsprachigen Raum einzigartigen Ansatz.

2012 wurden diese Diagnosen in Medicare eingespeist und können nunmehr im Rahmen eines fortlaufenden, von der Pflege motivierten, Diagnostik und - Evaluationsprozesses eingesetzt werden. Das übergeordnete Ziel dieser Aktivitäten ist eine inhaltliche Abstimmung patientenbezogener Ergebnisse zu den Pflegediagnosen mit den entsprechenden Eintragungen in der FoDoBa. Projektmanagement und Projektleitung erwarten sich von diesem Vorgehen Synergieeffekte in Bezug auf fortlaufende Evaluationsprozesse des Patientenverhaltens. Konkret können die Erkenntnisse des Pflegeprozesses wesentliche Impulse für die Behandlung der Patienten liefern, insbesondere wenn sie mit den juristischen, klinischen und persönlichkeitsbezogenen Inhalten der FoDoBa sinnvoll in Beziehung gesetzt werden. Sobald eine ausreichende Datenmenge zu den Pflegediagnosen vorliegt, wird dies möglich sein.