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Die Diagnostiksprechstunde

Psychische Erkrankungen, wie schizophrene Psychosen, Depressionen, ADHS oder Süchte, können erhebliche Auswirkungen auf das Arbeits- und Sozialleben und die allgemeine Lebenszufriedenheit ausüben. Durch die Früherkennung können jedoch oftmals der Ausbruch der manifesten Erkrankung abgewendet oder verzögert und somit das berufliche und soziale Funktionsniveau aufrechterhalten werden. Die Diagnostiksprechstunde bietet Betroffenen je nach Problematik eine individualisierte Diagnostik und umfassende Beratung an.

Was wird angeboten?

  • Ein Vorgespräch mit dem/der Betroffenen und den Angehörigen, das der Information und Aufklärung dient, jedoch auch die Planung einer spezifischen Diagnostik auf der Basis der individuellen Probleme ermöglicht.
  • Der diagnostische Prozess selbst umfasst eine ausführliche Exploration, eine spezifische Fragebogen- und Testdiagnostik und eine fachärztliche Abklärung. Er nimmt etwa 4 bis 6 Stunden in Anspruch, die meist auf zwei Termine verteilt werden.
  • In einem Auswertungsgespräch werden dem/der Betroffenen die Ergebnisse mitgeteilt. Über mögliche Behandlungen wird umfassend informiert. Auf Wunsch können diese in der psychiatrischen Institutsambulanz der Klinik angeboten wahrgenommen werden. Der/die Betroffene erhält darüber hinaus einen zusammenfassenden Befundbericht, auf Wunsch auch der/die einweisende/weiterbehandelnde Ärzt*in.
  • Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf psychotischen Störungsbilder, Autismus-Spektrums-Störungen (ASS) und dem Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS).

Wer sind wir?
Die Diagnostiksprechstunde wurde 2014 als Früherkennungssprechstunde für Psychosen gegründet und seitdem sukzessive erweitert. Das Team besteht aus Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen und Fachärzt*innen für Psychiatrie und Psychotherapie, die alle über langjährige Erfahrung in Diagnostik und Therapie psychischer Störungsbilder in allen Versorgungssektoren verfügen. Mehrere wissenschaftliche Hilfskräfte unterstützen bei Testdiagnostik und Auswertung der Ergebnisse.

Für wen?

Das Angebot richtet sich an Betroffene ab 18 Jahren. Bei jüngeren Betroffenen empfehlen wir die Konsultation einer/eines Fachärzt*in für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Betroffene, Angehörige, (Fach-)Ärzt*innen, Lehrer*innen oder Mitarbeiter*innen von psychosozialen Diensten können sich für allgemeine Informationen gerne an Dr. Daniel Nischk wenden.

Wie kann man sich anmelden?

Die Anmeldung erfolgt direkt im Sekretariat. Jemand aus dem Team ruft Sie dann umgehend zurück. Sollten Wartezeiten bestehen, sind in Absprache auch Kontakte mit dem Behandlungsteam der Psychiatrischen Institutsambulanz zur Überbrückung der Wartezeit im Sinne einer ambulanten Behandlung möglich.