Picture

Station 33

Die Station 33 ist eine offen geführte, gemischt-geschlechtliche Behandlungsstation für Patient*innen, die an einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis leiden. Patient*innen werden in der Regel von anderen Stationen des ZfP aufgenommen, eine direkte Aufnahme ist nach einem prästationären Vorstellungsgespräch aber ebenfalls möglich.

Die Station 33 wird seit 1969 gemeinsam mit der Universität Konstanz, Lehrstuhl für Klinische Psychologie, geführt. Patient*innen der Station haben daher Zugang zu intensiver psychotherapeutischer Betreuung und Diagnostik sowie neurophysiologischer Abklärung im Rahmen der hier durchgeführten Forschungsarbeiten und Lehre; es werden keine Medikationsstudien durchgeführt, jegliche Studienteilnahmen sind freiwillig und erfordern eine gesonderte Einwilligung der Patient*innen.
Die Behandlungsdauer beträgt im Durchschnitt acht Wochen. Wenn es der Gesundheitszustand erlaubt, sind nach zwei Wochen Belastungserprobungen mit Übernachtung in der eigenen Wohnung von Samstag auf Sonntag möglich. Bei Patient*innen, die nicht allzu weit weg wohnen, sind nach einer ersten stationären Zeit auch „teilstationäre“ Behandlungen mit täglicher Übernachtung zu Hause möglich.

Die Station hat insgesamt 18 Betten, 16 davon in 2-Bett-Zimmern und zwei Einzelzimmer. Sie verfügt über einen geräumigen Gemeinschaftsbereich mit Tischtennis, Tischfußball, mehreren PCs, Fitness-Geräten und großem Garten.

Auf der Station arbeiten mehrere Ärzt*innen und Psycholog*innen. Jede*r Patient*in wird während der gesamten Behandlung von ärztlichem Fachpersonal oder Psycholog*in als „Bezugstherapeut*innen“  und Bezugspfleger*innen betreut und begleitet. Das Team erfahrener Pflegefachpersonen gewährleistet darüber hinaus eine 24-stündige Betreuung. Bei sozialrechtlichen Problemen und Fragestellungen (z.B. Krankengeld, Klärung der Rehabilitationsmöglichkeiten oder anderweitigem Schriftverkehr) beraten Sozialarbeiter*innen/Sozialpädagog*innen der Klinik.

Angebote für Angehörige

Station 33 bietet regulär Familiengespräche mit dem Bezugstherapeut*innen der Patient*in an. Alle Angehörige sind zur Angehörigengruppe (s.u.) eingeladen.

Geleitete Selbsthilfegruppe für Angehörige von Psychoseerkrankten 

In den Räumlichkeiten der Station 33 (Gruppenraum im Treppenaufgang vor Stationseingang) findet das Gruppenangebot der Klinik für Angehörige von Patient*innen mit Psychosen statt. Dies ist offen für Angehörige aller Patient*innen, egal ob diese gerade bei uns im ZfP in Behandlung sind, es in der Vergangenheit waren oder in der Zukunft (vielleicht) sein werden. Diese Gruppe ist als professionell geleitete Selbsthilfegruppe im Selbsthilfeführer des Landkreises Konstanz aufgeführt.

Die Gruppentreffen finden einmal in der Woche statt (mittwochs 15:00 – 16:30 Uhr; jeden ersten Mittwoch im Monat 18:00 – 19:30 Uhr); die Gruppe findet immer statt außer an Feiertagen; es ist keine Anmeldung erforderlich.

Dabei können die Angehörigen unter der Leitung erfahrener Psycholog*innen, Ärzt*innen oder Pfleger*innen ihre Fragen zu Erkrankung und Behandlung, sowie die aktuellen Probleme diskutieren, die sich z.B. aus dem Zusammenleben mit einem/einer Patient*in ergeben, und im gegenseitigen Erfahrungsaustausch Antworten und Lösungsmöglichkeiten finden.