Bei unserem diesjährigen Azubi-Event ging es für die 18 Auszubildenden auf eine besondere Spurensuche: Bei der psychiatrischen Schnitzeljagd „Spur der Seele – unterwegs in der psychiatrischen Pflege“ waren Teamgeist, Wissen und Kreativität gefragt.

News
Azubi-Event – eine psychiatrische Schnitzeljagd /
Eine Fallakte als Ausgangspunkt /
Ausgangspunkt der Schnitzeljagd war eine Fallakte, die von der Ausbildungskoordination Vera Grothues erstellt worden war. Darin erfuhren die Azubis von einer Patientin, die eine schwierige Zeit durchlebt hatte. In ihrer schwersten Phase hatte sie das Gefühl, alles verloren zu haben. Doch etwas war geblieben: eine innere Kraft, die ihr geholfen hatte, weiterzumachen.
Diese persönliche Ressource stand im Mittelpunkt der Geschichte. Die Patientin hatte eine „Ressourcenkarte“ hinterlassen – eine Karte, die nicht ihre Erkrankung oder ihre Defizite beschrieb, sondern all das, was ihr trotz schwieriger Zeiten Kraft, Halt und Orientierung gab.
Die Karte war in neun Teile geteilt und am Tag vor dem Event von dem Ausbildungsteam Vera Grothues, Regina Ley und Steffen Bliss im Gelände des Bodanrücks versteckt worden. Die Aufgabe der Auszubildenden: alle Teile wiederzufinden und damit die Geschichte der Patientin Schritt für Schritt zu vervollständigen.

Neun Stationen, neun Rätsel /
Angelehnt an das Geocaching mussten die Teams insgesamt neun verschiedene Stationen mit Hilfe von Koordinaten finden. Die entsprechenden Angaben führten die Gruppen quer durch das Gelände. An jeder Station erwartete die Auszubildenden eine neue Herausforderung.
Die Rätsel griffen unterschiedliche Themen aus der psychiatrischen Pflege auf – darunter Wahrnehmung und Beobachtung, Beziehungsgestaltung, Biografiearbeit, Emotionen und Stabilisierung, Empowerment, Sicherheit und Struktur, aktives Zuhören sowie Angehörigenarbeit.
Die Lösung eines Rätsels führte jeweils zu den Koordinaten der nächsten Station. Damit wurde auch die Orientierung im Gelände zu einem wichtigen Bestandteil der Herausforderung.
Fachwissen trifft Teamgeist /
Die „Spur der Seele“ war dabei weit mehr als eine klassische Schnitzeljagd. Unsere Auszubildenden mussten gemeinsam diskutieren, Lösungen entwickeln, sich im Gelände orientieren und ihr Wissen aus der psychiatrischen Pflege anwenden. Gleichzeitig ging es immer wieder um die zentrale Frage: Welche Haltung und welches Handeln sind in der jeweiligen Situation gefragt?
So verband die Schnitzeljagd Bewegung und Abenteuer mit konkreten fachlichen Inhalten. Die Auszubildenden konnten ihr Wissen spielerisch einsetzen und gleichzeitig erleben, wie wichtig Kommunikation, Perspektivwechsel und Zusammenarbeit in der psychiatrischen Pflege sind.
Erfolgreich ans Ziel /
Alle Azubi-Gruppen fanden ihren Weg durch die verschiedenen Stationen und konnten die Schnitzeljagd erfolgreich abschließen. Stück für Stück wurde die Ressourcenkarte zusammengesetzt und damit auch die Geschichte der Patientin vervollständigt.
Nach der fachlichen Spurensuche konnten sich alle bei einem gemeinsamen Grillen vor Haus 20 stärken und den Tag ausklingen lassen. Bei Essen und guten Gesprächen ließen die Auszubildenden ihre Erlebnisse Revue passieren, knüpften neue Kontakte und konnten sich mit Azubis aus den verschiedenen Ausbildungsjahrgängen austauschen.

Ein abwechslungsreicher Tag, der gezeigt hat: Psychiatrische Pflege lässt sich nicht nur im Seminarraum lernen – manchmal führt der Weg zum Wissen auch über den Bodanrück.
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