
Ergo- und
Arbeitstherapie
Arbeitstherapie /
Die Ergotherapie umfasst auch den Teilbereich der Arbeitstherapie. Patient:innen und Bewohner:innen übernehmen dabei eine arbeitsähnliche Rolle und trainieren Grundfertigkeiten, die im Arbeitsleben wichtig sind.
Erfolgserlebnisse bei der Herstellung von Produkten oder dem Erlernen von neuen Fertigkeiten fördern Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl und unterstützen so eine Besserung des Gesundheitszustands.
In diesem Bereich der Arbeitstherapie sind Patient:innen und Bewohner:innen aus dem ganzen Klinik- und Heimbereich mit Verpackungs- und Montagearbeiten beschäftigt. Sie zählen industriell vorgefertigte Teile in verschiedenen Mengen und Zusammenstellungen aus und verpacken sie unterschiedlich. Auftraggeber sind Industrieunternehmen.
Die Arbeitsabläufe sind üblicherweise in verschiedene Stationen aufgegliedert. Eine solche Arbeitssituation dient neben Effizienzaspekten dazu, das Sozialverhalten und das Selbstwertgefühl zu verbessern.
Von den Patient:innen und Bewohner:innen verlangt diese Arbeit keine kreativen Anstrengungen, jedoch grundlegende Fähigkeiten wie Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit und Einhaltung von festen Arbeitszeiten. Die Arbeit wird monatlich als Motivationshilfe in abgestufter Bezahlung vergütet.
Das niedrigschwellige Arbeitsangebot ist als nachstationäre Behandlung konzipiert und wird durch den Sozialhilfeträger finanziert. Das Angebot dient unter anderem dazu, die vorhandene Arbeits- und Leistungsfähigkeit zumindest zu erhalten und wenn möglich zu steigern.
Darüber hinaus findet eine Tagesstrukturierung statt. Gegebenenfalls können Patient:innen und Bewohner:innen an eine berufliche Eingliederung herangeführt und berufliche Perspektiven entwickelt werden.
Durch das niedrigschwellige Arbeitsangebot können eine soziale Stabilisierung und eine Steigerung des Selbstwertgefühls entstehen und es ergeben sich Kontaktmöglichkeiten, wodurch Isolation und Rückzug vermieden werden. Das niedrigschwellige Arbeitsangebot ist auch für einen längerfristigen Zeitraum vorgesehen.
Unsere Werkstätten /
Unsere Werkstätten bieten vielfältige Arbeitsmöglichkeiten. Die unterschiedlichen Tätigkeiten sind so konzipiert, dass sie den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen unserer Patient:innen und Bewohner:innen angepasst werden können. Die Bandbreite reicht von einfachen und klar strukturierten Abläufen für Menschen, die aufgrund ihrer Krankheit oder Behinderung wenig belastbar sind, bis zu komplexen Tätigkeiten, die Selbstständigkeit erfordern.
Die Fahrradwerkstatt bietet längerfristige Arbeitsplätze. Patient:innen und Bewohner:innen trainieren dort nicht nur ihr technisches Verständnis, sondern auch Genauigkeit, Selbstständigkeit, Pünktlichkeit und verantwortliches Arbeiten. Sie können dort unter Anleitung auch eigene Räder instand setzen.
In den Therapiezeiten wird die Fahrradwerkstatt wie ein gewöhnlicher Fahrradbetrieb geführt. Nach der Reparatur werden die Räder bei der notwendigen Sicherheitsabnahme geprüft.
Auch Mitarbeitende haben die Option, in der hauseigenen Werkstatt ihr privates Fahrrad zu vergünstigten Tarifen reparieren zu lassen.
An die Werkstatt ist zustätzlich ein Fahrradverleih angeschlossen, der sich speziell an Patient:innen und Bewohner:innen richtet.
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag: 8:00 bis 11:00 Uhr
Montag bis Donnerstag: 13:00 bis 15:30 Uhr
Diese Therapiegruppe ist als Einstiegsgruppe in die Arbeitstherapie konzipiert. Patient:innen mit geringer Belastungsfähigkeit erfahren die Routine eines Arbeitstags. Der Arbeitsdruck wird dabei möglichst gering gehalten.
Im Gegensatz zu anderen Arbeitstherapiegruppen werden in der Keramik- und Kerzenwerkstatt keine Kundenaufträge abgearbeitet. In der täglich bis zu sechs Stunden dauernden Therapie haben die Patient:innen vielmehr die Möglichkeit, eigene Vorstellungen gestalterisch zu verwirklichen.
Grundlage für die Herstellung von Kerzen sowie Gießton-Keramiken sind sehr klar strukturierte und festgelegte Arbeitsabläufe. Sie können von Patient:innen mit geringem Selbstvertrauen bewältigt werden. Dadurch sind Erfolgserlebnisse in der Arbeitsrolle möglich und auch eine depressive Selbstwertproblematik kann verbessert werden.
Die Rahmen- und Papierwerkstatt bietet Arbeitsplätze für Patient:innen und Bewohner:innen des gesamten Klinik- und Heimbereichs. Dort werden Bilderrahmen nach Aufträgen angefertigt, die sowohl von der Klinik selbst als auch von außerhalb kommen.
Die Arbeitsabläufe erstrecken sich von der Annahme von Aufträge bis zur Fertigstellung des Produkts. Dabei lernen die Patient:innen und Bewohner:innen mit Holz, Glas, Pappe und Papier umzugehen.
In der therapeutischen Holzwerkstatt werden Artikel aus Holz wie Kinderspielzeug und Kleinmöbel für den Verkauf gefertigt, sowohl auf Bestellung als auch für den zentrumseigenen Therapieladen. In der Holzwerkstatt arbeiten Patient:innen und Bewohnerinnen einzeln und in Gruppen.
Vorerfahrungen im Umgang mit Holz sind nicht notwendig. Die fachgerechte Verarbeitung des Werkstoffs setzt jedoch bestimmt Kenntnisse voraus, die entsprechend vermittelt werden. Aus der Aufgabenstellung ergibt sich eine klare Struktur mit aufeinander abgestimmten Arbeitsschritten. Von der Planung bis zur Ausführung des fertigen Produkts wird auch selbstständiges Arbeiten trainiert.
Der Werkstattbereich Holz ist ausgestattet mit allen für die Holzbearbeitung notwendigen Werkzeugen sowie professionellen Holzbearbeitungsmaschinen. Die Tätigkeiten orientieren sich stark am Arbeitsfeld einer Schreinerei. Insbesondere der Einsatz von Maschinen erfordert ein hohes Maß an Verantwortung.
Sie möchten uns beauftragen? /
Im Bereich der Industriellen Fertigung, aber auch in der Rahmen- und Papierwerkstatt sowie in unserer Holzwerkstatt führen wir auch Auftragsarbeiten aus.
Bei Interesse und für weitere Details dürfen Sie uns jederzeit gerne kontaktieren.




