Blick von einer Empore in einen bunt bestuhlten Festsaal mit Bühne.

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Reichenauer Sommerschule befasst sich mit Transkulturalität /

Das Luftbild zeigt die Insel Reichenau im Bodensee mit den schneebedeckten Gipfeln der Alpen im Hintergrund.

Die Sommerschule Reichenau findet auf der Insel statt.

Das zehnte Kolloquium Sommerschule Reichenau steht unter dem Titel „Das ,Fremde‘ im Alltag. Fragen an die Transkulturalität“. Es findet am Freitag und Samstag, 4. und 5. September 2026 auf der Insel Reichenau statt.

Traditionsgemäß ist die Sommerschule Reichenau den Perspektiven aus Philosophie, Psychologie, Psychiatrie und Neurowissenschaften gegenüber gleichermaßen verpflichtet. Sie widmet sich Fragestellungen aus Psychiatrie und Gesellschaft.

Der interdisziplinäre Austausch soll den psychiatrischen und psychotherapeutischen Alltag und die zugehörige Forschung gleichermaßen bereichern. Zugleich sollen die beteiligten Geistes- und Sozialwissenschaften durch die Diskussion eingebunden werden. 

Nach einer Begrüßung und Einführung durch Uwe Herwig (ZfP Reichenau) am Freitag, 4. September, stellt Iris Tatjana Graef-Calliess (ZfP Südwürttemberg) im Einführungskommentar die Frage: „Was macht transkulturelles Denken in der Psychiatrie so interessant?“ Die Psychiaterin und Forscherin befasst sich schon seit vielen Jahren mit dem Zusammenhang von Migration und seelischer Gesundheit. 
 

Wo transkulturelle Aspekte eine Rolle spielen


Zu den Referent:innen gehören an diesem Tag auch Klaus Hoffmann (Universität Konstanz) mit dem Thema „Psychoanalyse im transkulturellen, kultursensiblen Kontext – aktuelle Fragestellungen und (kolonialistische) Irrwege“ und Jan Ilhan Kizilhan (DHBW Stuttgart-Heilbronn/Universität Duhok, Kurdistan, Irak). Der Psychologe ist auf transkulturelle Psychiatrie und Traumatologie spezialisiert und hat unter anderem das Sonderprogramm der Landesregierung Baden-Württemberg zur Aufnahme von jesidischen Kriegsopfern geleitet. In seinem Vortrag beleuchtet er transkulturelle Aspekte der Psychotherapie und gibt seine Erfahrungen mit dem deutschen Gesundheitssystem wieder.

Weitere Perspektiven bringen Paraskevi Mavrogiorgou-Juckel und Georg Juckel (Psychiatrische Universitätsklinik, Universität Bochum) ein, die über die Psychodynamik transkultureller Paare und die Folgen für das Zusammenleben und psychische Störungen referieren.

Am Samstag, 5. September, spricht Rebekka Ehret (Hochschule Luzern) über ethnologische Perspektiven. Michael Odenwald (Universität Konstanz) legt den Fokus auf systemische Benachteiligung beim Zugang zur Psychotherapie. Eine Abschlussdiskussion beschließt auch die diesjährige Sommerschule Reichenau.
 

An wen sich die Veranstaltung richtet


Diese Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an Interessierte aller Professionen, die Lust haben, sich mit diesen Fragen in kollegialer und konstruktiver Atmosphäre zu beschäftigen. 

Zur finanziellen und logistischen Unterstützung tragen das Zentrum für Psychiatrie Reichenau, das Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg sowie das Bürgermeisteramt der Gemeinde Reichenau bei. Dadurch ist es weiterhin möglich, allen Interessierten eine kostenlose Teilnahme zu ermöglichen. 

Das detaillierte Programm finden Sie in der PDF-Datei im Anhang. 

Foto: Achim Mende/Reichenau Kultur-Marketing-Tourismus

Anmeldung

Eine Anmeldung per E-Mail an daniel.nischk(at)zfp-reichenau.de oder th.mueller(at)zfp-zentrum.de ist aus organisatorischen Gründen und aufgrund der räumlichen Kapazitäten unbedingt erforderlich.