Blick von einer Empore in einen bunt bestuhlten Festsaal mit Bühne.

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Bei diesem Projekt haben sich Patienten aus der forensischen Psychiatrie des ZfP Reichenau über 5 Wochen lang mit dem Thema Gefühle/Gefühlzustände auseinander gesetzt und dabei den Holzpavillon künstlerisch bespielt unter der Leitung von Conny Stolzenburg und Corinna Knauer. Das Gedicht „The guest house“ von Rumi bot dabei die Grundlage, aus der eine weitere schriftliche Auseinandersetzung mit einzelnen Gefühlen stattfand. Zudem entstanden aus eigenen Gedankengängen kleine Texte und Sätze, mit denen die Außenwände des Holzpavillons beschrieben wurden.

In Verbindung mit diesem Kunstwerk fand am Freitag, den 11.08.2017 eine bewegende Aufführung – changierend zwischen Konzert und Performance – statt. Diese ging auf die lokale Situation der Geschehnisse im Umfeld des ‚Euthanasie-Programms‘ der Nationalsozialisten ein. Veranstalter waren das Zentrum für Psychiatrie Reichenau in Zusammenarbeit mit der Reihe ‘Kunst belebt’ des BodenseeKulturraum e. V. , unterstützt von der Kunststiftung Landkreis Konstanz. Der Bildhauer des Mahnmals Alexander Gebauer war ebenfalls anwesend und sprach über das Werk.

 

Die Musical-AG der Geschwister-Scholl-Schule spielt, singt und tanzt: PINKELSTADT - org. „Urinetown“, Buch und Liedtexte von Greg Kotis, Musik und Liedtexte von Mark Hollmann, Deutsch von Wolfgang Adenberg (Liedtexte) und Ruth Deny (Dialoge). Das Musical um das menschlichste Bedürfnis der Welt und die Geschichte einer großen Revolution, eine tragische Liebesgeschichte, aber vor allem eine bitterböse Politsatire! Erzählt wird die Geschichte einer Stadt, in der nach einer ökologischen Katastrophe das Wasser rationiert wird. Ausschließlich die Benutzung öffentlicher Toiletten ist gegen eine hohe Gebühr erlaubt, die von einer geldgierigen Betreiberfirma verlangt wird, bis eines Tages der Aufstand losbricht ….

Swingende Musik und freche satirische Texte versprechen eine unterhaltsame Show, die das Genre Musical augenzwinkernd parodiert.

 

In den letzten Jahren sind etliche Bilder aus dem Offenen Atelier in den Besitz des ZfP Reichenau übergegangen. Diese Schätze lagern in unserem Archiv und warten darauf, gesehen zu werden. Die Bilder der Ausstellung sind zu sehen im Ausstellungsflur Haus 1 und im Café. Die Vernissage zur Ausstellung fand statt am Donnerstag, den 13.07.2017.

Drs. med. Erika & Rolf Heinzel werden im Rahmen der WKR-Weiterbildung am 12.07.2017 von 13.30 bis 16.00 "Burnout – Psychodynamische Faktoren im gesellschaftlichen Kontext" vorstellen. Die Veranstaltung ist Teil der psychotherapeutischen Weiterbildung für die Facharztausbildung, das Thema ist jedoch auch von breiterem allgemeinen Interesse.

Von 16.15 – 17.45 Uhr wird Rechtsanwalt Michael Wirlitsch aus Konstanz über prekäre Beschäftigungsverhältnisse referieren – für sozialpsychiatrische Fragestellungen von großer Relevanz.

 

Neben Patienten, Bewohnern und Mitarbeitern bietet das Zentrum für Psychiatrie Reichenau weiteren interessierten Personen die Möglichkeit, sich auf musikalisches Neuland zu begeben.

Unter Leitung der Musiktherapeutin Isabel Meier wird hier einmal monatlich „Lass es dir gut gehen – SING!" angeboten.

Nächste Termine:

Mi., 02.08. Mi., 06.09. (jeweils 18:15 bis 19:45 Uhr)

 

Als Ausrichter der Veranstaltung zum neuen BTHG lud das Zentrum am 27.04.2017 alle Kooperationspartner des Landkreises ein. Rechtsanwalt Reinhold Hohage – Fachanwalt für Sozial- und Medizinrecht in Hamburg – referierte am 27. April 2017 über die Erweiterungen des BTHG und das Inkrafttreten dieser neuen Regelungen.

Die Veranstaltung stellte sich für alle Beteiligten als sehr informativ heraus, da der Referent vor allem auch auf die für die Psychiatrie relevanten Teile einging. Eingeführt wurde das Thema mit einer Erklärung zu den Zielen des BTHG. Diese lassen sich damit zusammenfassen, dass Menschen mit Behinderungen in Zukunft individuellere Unterstützung erhalten werden, was dazu beitragen wird, dass sie ihr Leben selbstbestimmter führen können und eine bessere Möglichkeit erhalten, am Arbeitsleben teilzunehmen. Um dies zu erreichen, wird u.a. eine Trennung der Hilfearten vorgenommen, indem man zwischen der Unterstützung zum Lebensunterhalt und der ganz persönlichen Unterstützung unterscheidet. Auf Letzteres wird bei der Eingliederungshilfe (EGH) besonders geachtet, da Betroffene so beispielsweise mitbestimmen können, in welcher Art von Wohnform sie leben möchten.

Das Offene Atelier des ZfP Reichenau hatte erstmals eine Werkschau im öffentlichen Rahmen auch für externe Interessierte durchgeführt. Hierbei gab es die Möglichkeit, einen Einblick in das Offene Atelier der Kunsttherapie zu bekommen, in welchem eine Vielzahl an Werken von Patienten & Bewohnern ausgestellt war.

MitarbeiterInnen des ZfP Reichenau und Freunde präsentieren ein Theaterstück von Urs Widmer unter Regie von Denis Ponomarenko. Aufführungen am: Freitag, 10.03., 20 Uhr, Samstag, 11.03., 20 Uhr, Sonntag, 12.03., 19 Uhr.

im Festsaal des ZfP Reichenau (Haus 1), Feursteinstr. 55, 78479 Reichenau.

Karten erhalten Sie im Vorverkauf im Treffpunkt (07531 977 579 oder treffpunkt@zfp-reichenau.de), sowie an der Abendkasse für 10 Euro.

Seit vielen Jahren begeht das Zentrum für Psychiatrie (ZfP) Reichenau diesen Gedenktag mit öffentlichen Fachvorträgen aus Psychiatrie, Ethik und Justiz sowie mit einer Kranzniederlegung an unserem Mahnmal für die ermordeten Patientinnen und Patienten aus unserer psychiatrischen Klinik. Am Freitag, 27.01.2017, 10.30 bis 12.00 Uhr wird Johannes Daun, Vorsitzender Richter am Landgericht Waldshut-Tiengen, im Hörsaal in Haus 20 über die badische Justiz im Nationalsozialismus referieren. Der Vortrag befasst sich mit der Ausgangslage zu Beginn der 1930er Jahre, der Ergreifung der Macht über die Justiz und faktische Grenzen richterlicher Macht. Im Weiteren kommt der Referent auf das Versagen der Richterschaft, die Sondergerichte, ein Waldshuter Todesurteil, den Untergang des Rechtswesens sowie Einschätzungen und Fehleinschätzungen damals wie in der Nachkriegszeit zu sprechen. Am Ende steht eine Schlussbetrachtung, die den Bogen in die heutige Zeit schlägt. Während des anschließenden Buffets gibt es die Gelegenheit zu einem informellen Austausch.