Blick von einer Empore in einen bunt bestuhlten Festsaal mit Bühne.

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MitarbeiterInnen des ZfP Reichenau und Freunde präsentieren ein Theaterstück von Urs Widmer unter Regie von Denis Ponomarenko. Aufführungen am: Freitag, 10.03., 20 Uhr, Samstag, 11.03., 20 Uhr, Sonntag, 12.03., 19 Uhr.

im Festsaal des ZfP Reichenau (Haus 1), Feursteinstr. 55, 78479 Reichenau.

Karten erhalten Sie im Vorverkauf im Treffpunkt (07531 977 579 oder treffpunkt@zfp-reichenau.de), sowie an der Abendkasse für 10 Euro.

Seit vielen Jahren begeht das Zentrum für Psychiatrie (ZfP) Reichenau diesen Gedenktag mit öffentlichen Fachvorträgen aus Psychiatrie, Ethik und Justiz sowie mit einer Kranzniederlegung an unserem Mahnmal für die ermordeten Patientinnen und Patienten aus unserer psychiatrischen Klinik. Am Freitag, 27.01.2017, 10.30 bis 12.00 Uhr wird Johannes Daun, Vorsitzender Richter am Landgericht Waldshut-Tiengen, im Hörsaal in Haus 20 über die badische Justiz im Nationalsozialismus referieren. Der Vortrag befasst sich mit der Ausgangslage zu Beginn der 1930er Jahre, der Ergreifung der Macht über die Justiz und faktische Grenzen richterlicher Macht. Im Weiteren kommt der Referent auf das Versagen der Richterschaft, die Sondergerichte, ein Waldshuter Todesurteil, den Untergang des Rechtswesens sowie Einschätzungen und Fehleinschätzungen damals wie in der Nachkriegszeit zu sprechen. Am Ende steht eine Schlussbetrachtung, die den Bogen in die heutige Zeit schlägt. Während des anschließenden Buffets gibt es die Gelegenheit zu einem informellen Austausch.

Nach einem guten halben Jahr Bauzeit bezogen Anfang Oktober 2016 zuerst die Mitarbeiter die neue Suchtmedizinische Tagesklinik. Nur zwei Wochen später konnten dann auch die ersten Patienten die neuen Räume nutzen. Diese wurde von einem Fertighaushersteller in Modulbauweise (Holzbau) errichtet, wobei die Raummodule komplett vorgefertigt auf der Baustelle angeliefert und gesetzt wurden. So besteht die Möglichkeit, die komplette Tagesklinik wieder abzubauen und an einem anderen Ort neu zu errichten. Dies könnte zum Beispiel nötig werden, sollte das Spital (in dem die Patienten vorab stationär entgiftet werden) eines Tages schließen.

Neben dem neu verabschiedeten PsychVVG waren die Personalsituation der ZfP’s, die Versorgungssituation für psychisch Kranke im Landkreis Konstanz und…

Das ZfP Reichenau wurde im Oktober 2016 zum 4. Mal erfolgreich rezertifiziert und erzielte mit 82,4% ein hervorragendes Ergebnis. Die KTQ-GmbH teilte mit, dass das ZfP mit dem erzielten Wert zu den Top 5 Einrichtungen in Deutschland gehört. Die KTQ-Zertifizierung ist das einzige Verfahren, das Bundesärztekammer, Deutscher Pflegerat, Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Hartmannbund und die Spitzenverbände der Krankenkassen gemeinsam zur Beurteilung der Qualität im Krankenhaus tragen. Ziel ist stets die Verbesserung und Optimierung aller Prozesse und Ergebnisse, insbesondere aber die der Patientenversorgung.

 

Die Anforderungen an psychiatrische Einrichtungen in Deutschland steigen. Gleichsam ist die personelle Lage angespannt – auch im Zentrum für Psychiatrie (ZfP) Reichenau. Personal und Fachkräfte fehlen. Nicht bei den Ärzten, vor allem bei Sozialarbeitern und Pflegekräften, erklärt Peter Kremer, Arzt des ZfP Reichenau. Ein neues Gesetz könnte diese Lage noch verschärfen.

Ausgerufen von der 1948 gegründeten Weltvereinigung für psychische Gesundheit (World Federation for Mental Health = WFMH), wird seit vielen Jahren weltweit am zehnten Oktober der Welttag für Seelische Gesundheit begangen. Dieses Jahr steht er unter dem Motto: „Psychological and Mental Health First Aid for All“ (erste Hilfe für alle von psychologischen und psychiatrischen Problemen Betroffenen).

Unter den Händen von Sigrid Artmann erhalten Buchstaben Charakter, und Texte werden zu Kunstwerken. Die Künstlerin gestaltet ästhetische Schriftbilder, die zum Nachsinnen einladen. Schrift: tradiert und normgebend oder aus dieser selbst heraustretend – rhythmisierend, formverliebt und provokant? Wo fängt Kalligrafie an und wo geht sie an die Grenzen ihrer Bestimmung? Wie können Inhalte durch Schrift und Gestaltung vermittelt werden?

Romana Deér Malerin – geb. 1971 in Tschechien, lebt und arbeitet in Konstanz am Bodensee. Sie absolvierte ein Studium an der Akademie in Karlsruhe bei Max Kaminski und Silvia Bächli. Über ihre Ausstellung: “ Ich male und zeichne, seit ich denken kann, eigentlich schon immer, da war ich noch ein Kind. Angefangen hat es mit Prinzessinnen, die jedes Mal ein neues Kleid bekamen. Seitdem hat sich vieles verändert. Heute wie damals ist nicht das Ergebnis entscheidend, sondern der Weg dorthin. Vieles entsteht im Augenblick, wird verworfen oder darf bleiben. Meine Kunst soll nicht fertig sein, sondern immer veränderbar. Das gibt mit Freiheit und dafür bin ich dankbar.“

Das Psychiatriezentrum Breitenau Schaffhausen hat sich seit 2004 am curricular aufgebauten Weiterbildungsprogramm des Zentrums für Psychiatrie Reichenau, des Bereichs Psychotherapeutische Neurologie der Kliniken Schmieder in Konstanz sowie des Lehrstuhls für Klinische Psychologie der Universität Konstanz beteiligt.