Blick von einer Empore in einen bunt bestuhlten Festsaal mit Bühne.

News

News /

Sturzerkennung per KI mit CareVolutionAI /

Ein Mann in Pfegekleidung hält einen Stab mit einem technischen Gerät nach oben, Richtung Decke.

Die KI-basierte Sensortechnologie zur Sturzerkennung -und Prävention entlastet Pflegekräfte und erhöht die Patientensicherheit.

CareVolutionAI setzt neue Maßstäbe in der Gesundheitsversorgung und Pflege /

Die Pflege steht vor erheblichen Herausforderungen: Fachkräftemangel, hoher Dokumentationsaufwand und eine alternde Bevölkerung setzen Pflegeeinrichtungen zunehmend unter Druck. CareVolutionAI setzt hier an. Ein grenzüberschreitendes Konsortium entwickelt und erforscht KI-gestützte Sensorsysteme, die in Echtzeit Risiken wie Stürze, Schlafstörungen oder Verwirrtheitszustände sowie die Gefahr vor Wundliegen beim Patienten frühzeitig erkennen. Dadurch können präventive Maßnahmen eingeleitet, Arbeitsabläufe effizienter gestaltet und die Lebensqualität der Patienten gesteigert werden.

KI-Sensorik für mehr Sicherheit, Entlastung und Lebensqualität in der Pflege /

Die im Projekt eingesetzte KI soll Sensordaten analysieren, Verhaltensmuster erkennen und Informationen zu Bewegung, Schlaf, Schmerz oder Medikation zu einem umfassenden Pflegeprofil verknüpfen. Dabei funktioniert das KI-gestützte Sensorsystem datenschutzkonform, berührungslos und mit nur einem 3D-Sensor pro Zimmer. Auf dieser Basis entstehen evidenzbasierte Grundlagen für fundierte Entscheidungen, die sowohl für eine individuelle Betreuung als auch zur regionalen Gesundheitsplanung wichtig sind.       

Gleichzeitig nimmt das Projekt den Einfluss digitaler Assistenzsysteme auf das Wohlbefinden der Patienten unter die Lupe und prüft in einer Studie, wie sich die KI-gestützten Sensoren auf die Arbeitszufriedenheit und die Stressbelastung von Pflegekräften auswirken. 

Pflegekräfte werden durch den Wegfall zeitintensiver Kontrollgänge entlastet und gewinnen so mehr Raum für persönliche Betreuung, Pflegeeinrichtungen steigern ihre Effizienz und Versorgungsqualität bei gleichzeitiger Kostenreduktion, und Angehörige erhalten die Gewissheit, dass ihre Liebsten bestmöglich betreut sind.

Langfristig soll die Technologie auch im häuslichen Umfeld Anwendung finden und so die gesamte Versorgungsstruktur der Region nachhaltig stärken.

Urs Guggenbühl

Geschäftsführer der novoviam GmbH aus der Schweiz, die als Lead-Partner des Projekts die Koordination und das Projektmanagement verantwortet.

Starke Partner aus drei Ländern /

„Das Besondere an CareVolutionAI ist, dass das Projekt von einem internationalen Konsortium getragen wird, das erstmals führende Akteure aus Industrie, Wissenschaft und Pflege aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Thema der KI-gestützten Sensortechnik vereint“, erklärt Guggenbühl. 
 
Im Rahmen des Projekts werden die neuen Technologien in drei Pflegeeinrichtungen rund um den Bodensee installiert und erprobt. So werden in einer groß angelegten Feldstudie insgesamt 110 Zimmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit der KI-basierten Sensortechnologie ausgestattet. 

Auch das Zentrum für Psychiatrie (ZfP) Reichenau installiert  die neuartige Technologie  auf einer Station. „Wir werden die im Rahmen des Förderprojekts CareVolutionAI gewonnen Erkenntnisse hinsichtlich Einsatz für den Klinikalltag prüfen“, so Prof. Dr. Uwe Herwig, Ärztlicher Direktor sowie stellvertretender Geschäftsführer am ZfP Reichenau. 

Über das Projekt

Entstanden ist das Projekt CareVolutionAI im Rahmen der Initiative „Smart Health Region 2025“ des Gesundheitsnetzwerks BioLAGO e.V.. Diese zielt auf eine Optimierung der Gesundheitsversorgung mithilfe von Digitalisierung. Inzwischen arbeiten darin 35 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Versorgung vom Bodensee und darüber hinaus zusammen.  Das Projekt wird im Rahmen von Interreg VI Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein mit rund 700.000 Euro insgesamt 30 Monate gefördert.
 

Weitere Informationen und die ausführliche Pressemitteilung finden Sie hier