Die Theaterwerkstatt des ZfP Südwürttemberg gibt ein Gastspiel am ZfP Reichenau. Es zeigt am Donnerstag, 16. April, das Stück „Leube – Eine Frage des Gewissens“. Damit setzt die Gruppe ein eindrucksvolles Zeichen gegen das Vergessen. Beginn ist um 15:30 Uhr im Café in Haus 27. Der Eintritt ist frei, die Aufführung dauert ca. 110 Minuten (ohne Pause).
Im Mittelpunkt der Inszenierung steht die Geschichte des evangelischen Pfarrers Karl Leube, der während der NS-Zeit in der Heil- und Pflegeanstalt Schussenried tätig war. Er musste miterleben, wie seine Pfleglinge 1940 mit den sogenannten „Grauen Bussen“ nach Grafeneck gebracht und dort ermordet wurden.
Ensemble aus Mitarbeitenden und Patient:innen
Das Stück stellt eindringliche Fragen nach Gewissen, Verantwortung und Zivilcourage. Verfasst und inszeniert wurde es von Theaterpädagoge Alexander Marx-Pabst. Das Ensemble besteht aus Mitarbeitenden sowie Patient:innen des ZfP Südwürttemberg.
Gefördert wurde das Projekt wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und zudem beim bundesweiten Theaterwettbewerb „andersartig gedenken on stage“ des Förderkreises Gedenkort T4 e. V. eingereicht. Auch wenn das Stück keinen der Preise erhielt, wurde der Beitrag der Theaterwerkstatt ausdrücklich gewürdigt. Besonders hervorgehoben wurden der starke Ortsbezug zu Bad Schussenried, die Darstellung des Mutes von Pfarrer Karl Leube sowie die differenzierte Auseinandersetzung mit der Rolle des medizinischen Personals während der NS-Zeit. Erstmals aufgeführt wurde das Theaterstück am 27. Januar, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, im ZfP Bad Schussenried.
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