Blick von einer Empore in einen bunt bestuhlten Festsaal mit Bühne.

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ZfP Südwürttemberg und ZfP Reichenau unter neuer Leitung

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ZfP Südwürttemberg und ZfP Reichenau unter neuer Leitung /

Ein lächelnder Mann in blauem Anzug und Brille lehnt an einem Glastisch.

Dr. Paul Lahode ist der neue Geschäftsführer des ZfP Südwürttemberg und des ZfP Reichenau.

Zum Jahreswechsel hat Dr. Paul Lahode die Geschäftsführung des ZfP Südwürttemberg sowie des ZfP Reichenau übernommen und damit die Nachfolge von Dr. Dieter Grupp angetreten. Ein Generationenwechsel, der neue Impulse setzt und zugleich Kontinuität sichert.

Mit dem Wechsel an der Spitze des ZfP Südwürttemberg und des ZfP Reichenau setzen die beiden psychiatrischen Versorgungsunternehmen ihren Weg künftig unter der Leitung von Dr. Paul Lahode fort. Der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und MBA-Absolvent ist seit rund zehn Jahren im ZfP Südwürttemberg tätig und verantwortete in den vergangenen Jahren verschiedene Leitungsfunktionen – zuletzt als Mitglied der Geschäftsleitung und Regionaldirektor der Versorgungsregion Donau-Riss. Berufliche Erfahrungen sowohl in der klinischen Versorgung als auch im Ministerium für Soziales und Integration haben sein Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Medizin, Politik und Verwaltung wesentlich geprägt. Als Nachfolger von Dr. Dieter Grupp hat Lahode ein klares Verständnis davon, was psychiatrische Versorgung leisten soll, sowie den Wunsch, diese in den kommenden Jahren aktiv zu gestalten. Zugleich würdigt er die gute Aufbauarbeit seines Vorgängers: „Hier wurde in den letzten Jahren bereits enorm viel geleistet. Ich freue mich darauf, diese Arbeit fortzuführen und weiterzuentwickeln.“

Klare Ziele und eine Haltung, die trägt

Für seine neue Aufgabe setzt Lahode auf eine enge und konstruktive Zusammenarbeit beider Einrichtungen. Ein wesentliches Ziel sieht er darin, die Synergien des Verbunds künftig noch stärker zu nutzen: „Das ZfP Südwürttemberg wie auch das ZfP Reichenau sind starke Organisationen und ich sehe großes Potenzial darin, organisatorisch und strategisch noch enger zusammenzurücken“, so Lahode. Inhaltlich möchte der neue Geschäftsführer insbesondere die Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen voranbringen. Die Zukunft der Psychiatrie sieht er in flexibleren, sektorenübergreifenden Angeboten: „Wir müssen die Menschen dort erreichen, wo sie leben“, betont Lahode. „Versorgung darf sich nicht an Gebäuden orientieren, sondern an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten.“ Gleichzeitig blickt der neue Geschäftsführer realistisch auf die Herausforderungen der kommenden Jahre. Angesichts des Fachkräftemangels und knapper werdender Ressourcen seien klare Prioritäten notwendig. „Wir müssen entscheiden, welche Angebote wirklich gebraucht werden und welche wir neu denken müssen“, sagt Lahode. „Trotzdem dürfen wir nicht zu einem rein kennzahlenorientierten Unternehmen werden. Unser Auftrag ist und bleibt eine bestmögliche Versorgung psychisch erkrankter Menschen.“

Mut und Fehlerkultur als zentrale Prinzipien

Dabei betont der neue Geschäftsführer die Bedeutung einer offenen, wertschätzenden Unternehmenskultur. Entscheidungen sollen transparent und teamorientiert getroffen werden. „Führung bedeutet für mich, Menschen zu befähigen, Orientierung zu geben und dann gemeinsam ins Handeln zu kommen“, sagt er. Auch sei es ihm wichtig, bewährte Elemente fortzuführen – von einer kollegialen Arbeitsatmosphäre mit flachen Hierarchien bis hin zu den flexiblen Strukturen für die Mitarbeitenden. Mit klinischem Hintergrund, politischer Erfahrung und Managementorientierung ist der neue Geschäftsführer bereit, große Veränderungen anzustoßen, ohne das Bewährte aus dem Blick zu verlieren. „Mein Ziel ist es, die Zukunft der beiden Zentren für Psychiatrie gemeinsam mit den Mitarbeitenden aktiv zu gestalten“, betont Lahode. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, auf den offenen Austausch und auf ein Miteinander, das von Begeisterung für die gemeinsame Aufgabe getragen ist.“