
SINOVA Klinik
Ambulanzzentrum Konstanz/Reichenau /
Das Ambulanzzentrum Konstanz/Reichenau bietet Menschen mit längerfristigen psychischen Erkrankungen ein vielseitiges Therapieangebot.
Wenn Sie derzeit nicht in ambulanter Therapie bei einem/einer Psychotherapeut:in oder Psychiater:in sind, können Sie eine kontinuierliche einzel- und gruppengestützte Behandlung bei uns erhalten. Unser Ziel ist es, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden, stationäre Behandlungszeiten zu verkürzen, eine Weiterbehandlung nach stationärem Aufenthalt sicherzustellen sowie ein wohnortnahes Therapieprogramm anzubieten.
Folgende Krankheitsbilder werden behandelt /
Psychische Störungen wie z.B.
- Depressionen
- Angsterkrankungen
- Persönlichkeitsstörungen
- Posttraumatische Belastungsstörungen
Psychisch beeinflussbare körperliche Erkrankungen wie z.B.
- Tinnitus
- Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
- Probleme in der Krankheitsbewältigung von chronischen körperlichen Erkrankungen wie z.B. Krebs
- Körperliche Störungen ohne Organbefund wie z.B. Schmerzstörungen
Behandlungsprogramm /
Wir bieten sowohl Einzel- als auch Gruppentherapie an.
Einzelangebote
- Ärztlich/psychotherapeutische Gespräche
- Fachpflege
- Kunsttherapie
- Sozialdienst
- Lichttherapie
Gruppenangebote
In der Gruppe geht es um den Austausch über Symptome, den oft langwierigen Behandlungsweg und Symptommanagement-Strategien zum Umgang mit chronischen Beschwerden. Wir orientieren uns dabei an der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT, Hayes et al.), um trotz und mit Schmerzen/Beschwerden eine werteorientierte, kraftvolle und flexible Lebensführung zu ermöglichen.
Durch die Gruppe soll auch Verständnis für die eigene Symptomatik und ein achtsamerer Umgang mit sich, seinen Bedürfnissen und Begrenzungen ermöglicht werden sowie die Lebensqualität gesteigert werden. Dafür verwenden wir Übungen aus der ACT-Therapie, die auf Achtsamkeit/Kontakt mit dem jetzigen Moment, der Verbesserung der Handlungsmöglichkeiten, dem Lösen von nicht-hilfreichen Gedanken, dem selbstbestimmten Handeln und der Akzeptanz unveränderlicher Dinge beruht. Darüber hinaus bieten wir Problemlösetraining, offene Gruppengestaltung, Gefühlsausdruck und gegenseitigen Erfahrungsaustausch.
Diese aus dem Buddhismus stammende Denkweise hat viele Facetten. Im Großen und Ganzen geht es um die bewusste Lenkung der Aufmerksamkeit in der Gegenwart auf das, was ist. Dabei spielt die wertfreie Wahrnehmung von Innen und Außen eine zentrale Rolle. Mit zunehmender Erfahrung wird man sich seiner Wahrnehmungsfilter bewusster, was die wunderbare Chance bietet, Neues auszuprobieren und sein Lebensgefühl zu verändern.
Achtsamkeit wird in einer kleinen Gruppe einmal pro Woche in der Institutsambulanz der SINOVA angeboten. Die Teilnehmenden üben gemeinsam und tauschen sich aus, um Achtsamkeit im eigenen Alltag zu etablieren und zu vertiefen. Auch Akzeptanz, Verständnis und ein liebevollerer Umgang mit sich selbst werden gelehrt.
Die Übungen haben viel mit unserer Wahrnehmung zu tun: sehen, schmecken, hören, riechen, spüren. Die Übungen im Liegen, Sitzen, Stehen und Gehen beinhalten bewusste Bewegungen.
Kunsttherapiegruppe Schmerz
Kunsttherapie kann ein Baustein im Konzept einer multimodalen Schmerztherapie sein. Sie trägt zum Erleben von Selbstwirksamkeit, zur Steigerung des Selbstwerts und zur Ich-Stärkung bei. Patient:innen lernen Bedürfnisse und Gefühle besser wahrzunehmen und zu benennen sowie die Ursachen des psychischen Erlebens zu erkennen. Durch aufeinander aufbauende themenbezogene, künstlerische Arbeiten werden Veränderungsprozesse sichtbar. Auf diese Weise werden eigene Ressourcen erkennbar und können gefördert werden.
Kunsttherapiegruppe Trauma
Kunsttherapie kann ein wichtiger Bestandteil traumatherapeutischer Konzepte sein und zur Stabilisierung und Stärkung des Ichs beitragen. Der begrenzte Raum des Papiers sowie die Materialien selbst regen dazu an, aktiv und gestaltend tätig zu werden. Durch die taktile Wahrnehmung wird der kreative Prozess unmittelbar erlebbar. Diese Erfahrungen können stabilisierend wirken. Innere Bilder, die beispielsweise in der Imagination entstehen, lassen sich durch kreatives Gestalten sichtbar machen und auf einer zusätzlichen Wahrnehmungsebene erfassen.
Offene Kunstgruppe
In der „Offenen Gruppe“ werden künstlerische Prozesse angeregt. Die Gruppe umfasst mindestens vier und maximal acht Teilnehmende. Die Patient:innen werden individuell begleitet und gleichzeitig erleben sie sich als Teil einer Gruppe und können von gegenseitiger Inspiration profitieren. Die Therapieeinheiten dauern 90 Minuten. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Themengeleitete Kunstgruppe
In der „Themengeleiteten Gruppe“ werden kunsttherapeutische Prozesse durch Impulse der Therapeut:innen angeregt und begleitet. Es findet ein aktiver Austausch in der Gruppe statt. An der Gruppe nehmen mindestens vier und höchstens sechs Patient:innen teil. Eine Therapieeinheit dauert 90 Minuten. Die Termine finden blockweise statt.
In der Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) geht es darum, Fähigkeiten zu erlernen und zu verbessern, mit deren Hilfe Patient:innen Verhaltens-, Gefühls- und Denkmuster verändern können, die zu Schwierigkeiten und seelischen Belastungen in ihrem Leben führen (z.B. selbstverletzendes Verhalten).
Verringern von
- wiederkehrend sehr problematischen Beziehungen
- starken Gefühls- und Stimmungsschwankungen
- übermäßiger Impulsivität
- Identitätsunsicherheit
- Denkstörungen
- Selbstwertdefiziten
Fördern von
- befriedigenden zwischenmenschlichen Beziehungen
- Fähigkeiten zur Regulation von Stimmungsschwankungen
- Spannungs- und Frustrationstoleranzen
- Fähigkeit zur Achtsamkeit für sich selbst und für andere
- stabilem Selbstwert
In dieser Gruppe geht es darum, Wissen darüber zu vermitteln, was ein Trauma ist, welche Folgen damit verbunden sind und was man gegen bestimmte Symptome tun kann. Ziel ist es, gemeinsam Strategien zu erarbeiten, die den Umgang mit den Symptomen auch im Alltag erleichtern sollen. Therapiemethodisch greifen wir unter anderem auf folgende Gruppenkonzepte zurück: Psychoedukation bei posttraumatischen Störungen nach Liedl et al. sowie Skills aus dem DBT-PTSD Programm nach Bohus et al.
Eine verhaltenstherapeutische interaktionelle Gruppe ist ein strukturiertes psychotherapeutisches Setting, in dem zwischenmenschliche Verhaltensmuster im Hier und Jetzt sichtbar und gezielt bearbeitet werden. Die Interaktionen innerhalb der Gruppe bieten die Möglichkeit, ungünstige Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster zu erkennen, zu hinterfragen und neue Verhaltensweisen auszuprobieren. Gleichzeitig erleben die Teilnehmenden Gemeinschaft, Zugehörigkeit sowie gegenseitige Unterstützung und Ermutigung. Auch die Erfahrung, mit eigenen Problemen nicht allein zu sein, kann entlastend wirken.
Rückmeldungen aus der Gruppe fördern Selbstwahrnehmung und Perspektivwechsel, während gemeinsame Zielklärung und kontinuierliches Feedback den Veränderungsprozess strukturieren und die Umsetzung im Alltag unterstützen. Die therapeutische Leitung sorgt dabei für einen sicheren Rahmen, verbindet Beziehungsgeschehen mit psychotherapeutischen Modellen und begleitet die Gruppe beim Erreichen individueller Ziele.
Themen:
- Recht durchsetzen
- Selbstsicheres Verhalten in Beziehungen
- Um Sympathie werben
- Nein sagen
- Umgang mit Kritik
- Differenzierungstraining – Vergleich der Verhaltensstile
- Selbstwertgefühl, Teil 1 und Teil 2
Bonusprogramm, bei Bedarf:
- Selbstverteidigung mit Worten – Schlagfertigkeit
- Smalltalk – die Kunst des leichten Plauderns
- Ressoucentraining – was mein Leben reicher macht – Geschichten
In dieser Gruppe geht es darum, Wissen darüber zu vermitteln, was ADHS ist und einen Austausch mit anderen Betroffenen zu ermöglichen.. Die Teilnehmenden sprechen über Erfahrungen, Belastungen und Schwierigkeiten und wie sie einen besseren Umgang damit erlernen können.
Übergeordnetes Ziel: ADHS zu „kontrollieren“ statt von ADHS „kontrolliert“ zu werden, Balance zwischen Akzeptanz der Diagnose und Verhaltensänderung finden
- Psychoedukation
- Nebendiagnosen
- Veränderung problematischer Gedanken
- Problemlösestrategien und Emotionsregulation
- Steigerung des Selbstwertgefühls
- Verbesserung von Frust- und Stresstoleranz
Zusätzlichen bieten wir im Rahmen unserer Gruppenangebote auch Musiktherapie, Selbstfürsorge und Yoga an.
Anmeldung /
Wenn Sie Interesse an einer Behandlung im Ambulanzzentrum Konstanz/Reichenau haben, dann schicken Sie uns bitte den ausgefüllten Anmeldebogen an Sekretariat-SINOVA(at)zfp-reichenau.de.
Danach werden Sie zu einem Erstgespräch bei einer Psychologin oder einem Psychologen eingeladen. Bitte bringen Sie zu diesem Termin eine Überweisung (Betreff: „PIA“) und Ihre Krankenkassenkarte mit.